Eine Fastenkur kann von gesunden Menschen normalerweise ohne Probleme durchgeführt werden, vorausgesetzt der Fastende befindet sich nicht mehr in der Wachstumsperiode (unter 14 Jahren) und ist nicht älter als 65, nicht schwanger oder stillend.
Ob Sie vor dem Beginn einer Fastenkur mit einem Arzt sprechen oder nicht, können Sie selbst entscheiden. Gut zu wissen ist es aber, dass er Ihnen weitere, wichtige Informationen geben kann, die nicht nur dazu nötig sein können Unfälle vorzubeugen, sondern auch um Ihrer Fastenkur einen noch positiveren Verlauf zu ermöglichen. Sollten Sie doch ohne ärztliche Beratung fasten wollen, dann sammeln Sie möglichst viele Informationen zum Thema „Fasten" (Wirkungen, Nebenwirkungen, Methoden usw.), da Sie sonst Ihrer Gesundheit einen ernsthaften Schaden verursachen können.
Eine Fastenkur ohne Arzt zu beginnen ist ausschließlich für Gesunde möglich. Bei bestehenden Erkrankungen muss die Fastenkur unbedingt mit einem Arzt besprochen und möglicherweise sogar in einer speziellen Fastenklinik durchgeführt werden.
Bei folgenden Krankheiten und Anzeichen sollten Sie auf das Fasten verzichten:
- Bulimie (Esssucht), Anorexia nervosa (Magersucht) oder andere Essstörungen: → die Krankheitssymptome können verstärkt werden, das Krankheitsbild kann verändert werden;
- Erschöpfungszustände: → Körper und Seele brauchen mehr Energie um sich regenerieren zu können;
- psychische Erkrankungen (Depression, Schizophrenie, Manie, Suchtkrankheiten, seelisch Labile oder geistig Immobile Menschen usw.): → die Krankheitssymptome können verstärkt werden, das Krankheitsbild kann verändert werden;
- regelmäßige Medikamenteneinnahme (Antikoagulantien, Insulin, orale Antidiabetika, Antihypertensiva usw., eine Rücksprache mit dem Arzt ist unerlässlich wenn Sie Medikamente einnehmen und doch fasten möchten!: → Stoffwechsel und Kreislauf werden beim Fasten verändert, folglich können bestimmte Arzneimittel nur in kleineren Dosen oder gar nicht mehr eingenommen werden; Blutungsgefahr besteht z.B. bei der Einnahme von blutgerinnungshemmenden Mitteln (Antikoagulantien); der Zuckerstoffwechsel wird stark verändert, durch orale Antidiabetika kann die Wirkung verstärkt werden und eine lebensbedrohliche Unterzuckerung oder Azidose entstehen;
- TBC (Tuberkulose), Krebs, Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), AIDS : → ein erhöhter Nährstoffbedarf besteht, weitere Substanzabbau ist nicht erwünscht, da der Körper keine Reserven mehr hat; die Krankheitssymptome können verstärkt werden;
- chronische Magenentzündungen, Magen - und Darmgeschwüre: → Verschlechterung der Erkrankung
- fortgeschrittene Störungen der Leber- oder Nierenfunktion (u.a. Niereninsuffizienz/ Dialyse ): → Verschlechterung der Erkrankung;
- fortgeschrittene Herzschwäche: → Verschlechterung der Erkrankung;
- gerade operierte oder gesundete Menschen nach bestimmten Operationen wird das Fasten sogar ärztlich empfohlen oder andere Situationen bei denen ein erhöhter Nährstoffbedarf besteht: → ein erhöhter Nährstoffbedarf besteht, weitere Substanzabbau ist nicht erwünscht, da der Körper keine Reserven mehr hat;
- Altersschwäche: → ein erhöhter Nährstoffbedarf besteht, weitere Substanzabbau ist nicht erwünscht, da der Körper keine Reserven mehr hat;
- Abmagerung (u.a. nach schweren Krankheiten): → ein erhöhter Nährstoffbedarf besteht, weitere Substanzabbau ist nicht erwünscht, da der Körper keine Reserven mehr hat;
- Diabetes mellitus Typ 1 (Zuckerkrankheit): → der Zuckerstoffwechsel wird stark verändert, wodurch es zu lebensbedrohlichen Unterzuckerung kommen kann;
- Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder unter 14 Jahren: → ein erhöhter Nährstoffbedarf besteht.
|